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Baustoff Holz: Wiederverwertbar! 1024 723 martin

Baustoff Holz: Wiederverwertbar!

Bautätigkeiten sind heute mitverantwortlich für das große Abfallaufkommen. Daher wird das Thema Wiederverwertbarkeit von Baustellenabfällen in Zukunft immer wichtiger. Holzbauten und Systemlösungen aus Massivholz haben hier klar die Nase vorn, denn sie verfügen über ein hohes Verwertungs- und Recyclingpotenzial.

Energie- und Ressourcenschonung

Möglichst energie – und ressourcenschonend zu bauen, liegt im Interesse aller Menschen. Holz zählt dabei zu den ältesten und zugleich wertvollsten ökologischen Rohstoffen. Durch Bauen mit Holz gelingt es, die CO2-Bilanz in allen drei Lebenszyklen-Phasen eines Gebäudes – von der Produktion über die Nutzung bis zum Rückbau – gering zu halten.

Wiederverwertbarkeit

Im Gegensatz zu künstlich erzeugten Baustoffen ist Holz über seine gesamte Einsatzdauer hinweg ein ressourcenschonendes Produkt. Ein Holzhaus, das nach seiner Nutzung demontiert wird, benötigt keinen Energieaufwand für die Wiederverwertung. Einzelne Elemente können entweder direkt weiterverwendet werden oder dienen als Basis für andere Produkte. Das Restholz kann energetisch genutzt werden. Damit ersetzt es fossile Energieträger und trägt wiederum zum Klimaschutz bei.

Holz ist erneuerbar, lässt sich recyceln und kann am Ende seines Lebenszyklus als Bioenergie verwendet werden.

Cradle-to-Cradle

Im modernen Bau findet sich auch der Cradle-to-Cradle Ansatz. Übersetzt bedeutet dieser “von der Wiege bis zur Wiege” bzw. “vom Ursprung zum Ursprung”. Gemeint ist damit eine durchgängige Kreislaufwirkung, in welcher Abfälle minimiert und eine größtmögliche Wiederverwertbarkeit der Materialien gewährleistet wird. Dabei werden Details bereits so geplant, dass der spätere Austausch einzelner Elemente ebenso möglich ist wie der Rückbau und die Wiederverwendung. Der Baustoff Holz ist mit seinen natürlichen Eigenschaften und Vorteilen ideal geeignet, dieses Prinzip und dessen Anwendung voranzutreiben.

Das Cradle-to-Cradle Prinzip ist ein Thema, an dem auch Pointinger Bau in Zukunft dran bleiben wird.

CLT – das Massivholzbausystem

Bei den Massivholzbauten von Pointinger Bau kommt CLT von Stora Enso zum Einsatz. CLT-Massivholzplatten bestehen aus mehreren Lagen und sind, je nach statischer Anforderung, in unterschiedlichen Plattenstärken erhältlich. Die Verleimung erfolgt mit einem umweltfreundlichen Klebstoff, der weniger als 1%-Anteil am Gesamtprodukt ausmacht. Das CLT kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft und hat eine PEFC Zertifizierung. PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) ist die Kennzeichnung für Holz- und Papierprodukte aus ökologischer, ökonomischer und sozial nachhaltiger Waldwirtschaft entlang der gesamten Verarbeitungskette. Für Kunden ist PEFC die Bestätigung, dass der Kauf eines gekennzeichneten Produktes umweltgerechte Waldbewirtschaftung garantiert und unterstützt. Damit wird gewährleistet, dass das Produkt vom Wald bis zum Endprodukt durch strenge Kriterien kontrolliert wurde.

CLT ist ein nachhaltiges Bauprodukt, dessen Produktion strengen externen Kontrollen unterliegt.

Beitragsbild: “Stora Enso CLT: Der älteste Baustoff der Welt ist auch der modernste: Holz” (Seiten 4 | 5)

Gleichenfeier beim Vorzeigeprojekt Prambachkirchen 1024 682 martin

Gleichenfeier beim Vorzeigeprojekt Prambachkirchen

Keine drei Monate nach dem Spatenstich hat der Pointinger Massivholzbau in Prambachkirchen seinen Dachstuhl bekommen. 

Vergangene Woche konnten sich viele Interessierte aus der Region – von zukünftigen Besitzern, potentiellen Mietern bis zu Nachbarn – vom Baufortschritt und der tollen Leistung der ausführenden Professionisten beim Vorzeigeprojekt von Pointinger Bau in Prambachkirchen überzeugen. Einen neuen Rekord haben dabei die Zimmerer unter der Leitung von Zoltan Szeibert aufgestellt: Sie haben innerhalb von 5 Tagen den Massivholz-Rohbau der Eigentumswohnungen montiert.

Nachhaltiges Bauen mit heimischem Rohstoff

Bei den 36m2 bis 89m2 großen Wohnungen wird in allen Bereichen auf fossile Energieträger verzichtet.„Wir setzen bewusst auf Holz als nachwachsenden, heimischen Rohstoff. Und verzichten auch bei der Dämmung auf Styropor. Stattdessen verwenden wir eine biologisch abbaubare Holzfaserdämmung.“, erklärt Bernhard Pointinger, Geschäftsführer von Pointinger Bau.

Attraktives Wohnen in Holz

Mit dem Massivholz-Vorzeigeprojekt setzt die wachsende Gemeinde Prambachkirchen auf attraktiven Wohnraum mit hohem Wohlfühlfaktor. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2020 geplant.

Von den 12 Eigentumswohnungen sind bereits alle verkauft. Nähere Informationen zu den noch nicht vergebenen Mietwohnungen finden sich unter www.wohnen-im-morgen.at

Baustoff Holz: Die Symbiose aus Tradition und Innovation 1024 684 martin

Baustoff Holz: Die Symbiose aus Tradition und Innovation

Die steigende Attraktivität des Baustoffes Holz beim Endkunden, beruht auf einer wirksamen Symbiose: Die Kombination jahrzehntelanger Erfahrungswerte mit dem traditionellen Werkstoff Holz und einer innovativen, zeitgemäßen Denk- und Gestaltungsweise. Vor allem das Zukunftsprodukt Brettsperrholz (CLT) hat beim Holzeinsatz bis dato ungeahnte Möglichkeiten eröffnet und diese stehen erst am Anfang.

Im Vergleich zu anderen Branchen wie der IT- oder Automobilbranche sind grundlegende Veränderungen und Entwicklungen in der Baubranche längerfristige und nachhaltigere Prozesse. So steht der Einsatz von CLT trotz seiner 30-jährigen Geschichte erst am Beginn einer vielversprechenden Wachstumsphase und seines Produktlebenszyklus. Experten schätzen die Marktausweitung von CLT in 10 Jahren auf ein weltweites Volumen von etwa 2,5 bis 3 Millionen Kubikmeter.

Baustoff der Zukunft

Ob diese ambitionierten Prognosen erreicht werden, hängt allerdings nicht zuletzt davon ab, inwieweit Architekten, Städteplaner und Behörden den Weg für eine zukunftsorientierte Entwicklung ebnen werden. Beispielsweise ist beim Bau höherer Gebäude aus Holz weltweit gesehen noch viel ungenutztes Potenzial, da diese in vielen Ländern durch veraltete Bauverordnungen blockiert werden. Doch auch hier gibt es Bewegung, denn die neuen Technologien haben eine deutlich wahrnehmbare Branchendynamik Richtung Holzbau ausgelöst. Die Zeichen sprechen dafür, dass die Hochhäuser des 21. Jahrhunderts zunehmend aus Holz gebaut sein werden.

Ökologischer Materialeinsatz

Auch das wachsende Bewusstsein der Gesellschaft in Klimaschutz-Fragen, treibt die Renaissance von Holz als Baustoff noch stärker voran. Nach wie vor bedarf es allerdings zielgerichteter regionaler wie überregionaler Kommunikationsarbeit, um die vielen Vorteile vom Holzeinsatz im Gebäudebau großflächig bekannt zu machen: Nachhaltigkeit, kurze Errichtungszeit, Energieeffizienz und der klima-positive Effekt sind nur einige davon. So feiert der traditionelle Holzbau eine regelrechte Wiedergeburt in Form des modernen Massivholzbaus und es lässt sich hoffen, dass das enorme Potenzial dieser Bauform in Zukunft noch stärker ausgeschöpft werden kann.

THEMA: SICHERHEIT 1024 683 martin

THEMA: SICHERHEIT

In diesem Punkt sind sich meist alle einig: Beim Thema Sicherheit darf es keine Kompromisse geben. Auch in puncto Sicherheit haben moderne mehrgeschossige Massivholzbauten die höchsten Standards implementiert – und das ohne finanziellen oder konstruktiven Mehraufwand gegenüber herkömmlichen Bauweisen.

Holzbau wird in der Regel nicht sogleich mit höchsten Sicherheitsstandards assoziiert. Gerade im Bereich Brand- oder Schallschutz ist man beim Stichwort Holz skeptisch, doch sind solche Vorurteile längst überholt. Denn Holz ist mittlerweile ein, wenn nicht der (!) High-Tech Baustoff der Zukunft geworden. Massivholzbauten erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen nicht nur genauso gut, sondern zum Teil besser und kostengünstiger.

Schallschutz

Eine gute Schalldämmung wird im Massivholzbau durch zwei oder mehrschalige Wand- und Deckenaufbauten erreicht. Bei den Massivholzbauten von Pointinger Bau bestehen dabei sogar die Dämmstoffe im Inneren des Wandaufbaus aus Holz bzw. genauer gesagt aus Holzfaser. Das sorgt nicht nur für optimale Dämmwerte, sondern ist zudem ökologisch nachhaltig. Bei guter Planung und hochwertigem Material- und Arbeitseinsatz steht die Schalldämmung in Holzbauten derjenigen bei herkömmlichen Konstruktionen in nichts nach.

Brandschutz

Gerade bezüglich der Brandfestigkeit von Massivholzbauten halten sich falsche Vorbehalte noch hartnäckig. Ja, es ist richtig: Holz ist ein brennbarer Stoff, aber im Gegensatz zu einer Stahlsäule, die unter großer Hitze schnell zusammenbrechen und damit das gesamte Gebäude binnen Minuten zum Einsturz bringen kann, brennt Holz langsam und deshalb berechenbar. Das liegt an dem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 12 %. Bevor das Holz also zu brennen beginnt, muss erst das Wasser verdampfen, was zu einer verkohlten Oberfläche, nicht aber zu einem Zusammensturz der Bauteile führt.

Hohe Stabilität und Standfestigkeit

Nicht umsonst wird Holz auch zunehmend bei der Errichtung von Hochhäusern eingesetzt, denn Holz zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Tragkraft bei geringem Eigengewicht aus. Diese Eigenschaften in Kombination mit der innovativen CLT-Massivholzbauweise sorgen für eine extreme Stabilität: Durch die kreuzweise verleimten Platten beim CLT-Massivholzbau trägt Holz in Relation zum Gewicht 14-mal so viel wie Stahl. Das macht Massivholzbauten zugleich zu einem sehr langlebigen Produkt.

Spatenstich für Vorzeigeprojekt Prambachkirchen 1024 683 martin

Spatenstich für Vorzeigeprojekt Prambachkirchen

In Prambachkirchen fand der Spatenstich für 25 neue Wohnungen in Massivholzbauweise statt. Bürgermeister Johann Schweitzer und der Prambachkirchner Gemeindevorstand feierten den Startschuss des neuen Vorzeigewohnprojekts Strassfeld.

Das von Pointiger Bau geplante Wohnprojekt in Strassfeld hat mit seiner ökologisch nachhaltigen Massivholzbauweise die Prambachkirchner Gemeinde vollends überzeugt. „Wir sind eine wachsende Gemeinde mit hohem Wohlfühlfaktor. Mit dem neuen Projekt schaffen wir attraktiven Wohnraum und setzen ein Zeichen für den Klima- und Umweltschutz.“, freut sich Schweitzer.

Bei den 36m2 bis 89m2 großen Wohnungen, wird in allen Bereichen auf fossile Energieträger verzichtet. „Holz als nachwachsender heimischer Rohstoff wird zunehmend im mehrgeschossigen Wohnbau eingesetzt. Dazu kommt noch, dass wir bei der Dämmung anstelle von Styropor eine biologisch abbaubare Holzfaserdämmung verwenden.“, erklärt Bernhard Pointinger.

Die beiden Bauherren: Bernhard Pointinger und Werner Steininger

Konzept kommt gut an

Wenige Wochen nach dem Verkaufsstart sind nur noch wenige Wohnungen verfügbar. Neben den 12 Eigentumswohnungen entsteht eine weitere Wohnanlage mit 13 Mietwohnungen.

 „Ich finde es sehr gut, dass zur  Hälfte Eigentumswohnungen und Mietwohnungen entstehen. So ist für alle etwas dabei.“, so Johann Schweitzer

Die Mietwohnungen werden dabei von der Westliving Gmbh errichtet und auch vermietet. „Mit dem Projekt gehen wir neue Wege und hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck,“ sagt Westliving-Geschäftsführer Werner Steininger. „Dabei ist es uns gelungen, die brandneuen Mietwohnungen mit einem sehr hohen Ausstattungsniveau zu marktüblichen Preisen anbieten können.“

Immobilien provisionsfrei direkt vom Bauträger! 1024 650 martin

Immobilien provisionsfrei direkt vom Bauträger!

Die Planung für 12 Eigentumswohnungen in hochmoderner, ökologischer Massivholzbauweise in Prambachkirchen ist abgeschlossen. Ab Herbst 2019 soll das innovative Wohnprojekt Strassfeld in die Umsetzung gehen. Errichtet werden Wohnungen in einer Größe von 53 bis 89 m2, die direkt und provisionsfrei von Pointinger Bau erworben werden können.

Nachhaltige und ökologische Massivholzbauten sind das Baumodell der Zukunft und finden auch in den heimischen Gebieten immer mehr Verbreitung. Pointinger Bau ist der Spezialist auf dem Gebiet und errichtet Wohnbauten ausschließlich in Massivholz. Nicht nur im Wohnbau, bei dem sogar in der Wärmedämmung nur ökologischer Holzfaser zum Einsatz kommt, sondern auch bei der Haustechnik wird komplett auf fossile Energie verzichtet. Mit dem Wohnprojekt Strassfeld in Prambachkirchen soll ab Herbst 2019 ein weiteres Vorzeigeprojekt für modernes, nachhaltiges Wohnen im Massivholzbau realisiert werden.

Bei der Projektvorstellung am 25. April um 19 Uhr im Kultursaal Prambachkirchen, gibt es für alle Interessenten die Gelegenheit, sich über Details der geplanten Eigentumswohnungen ausführlich zu informieren.

Projektvorstellung

Do, 25. April 2019,
19:00 Uhr im Kultursaal,
Prambachkirchen

Alle Interessierte sind dazu herzlich eingeladen!

Baustoff Holz: Das Material der Zukunft? 1024 683 martin

Baustoff Holz: Das Material der Zukunft?

Nicht nur im Handwerk, Design oder privaten Häuserbau, auch im industriellen Kontext gewinnt Holz als Werkstoff zunehmend an Popularität. Denn abgesehen von dem in der Gesellschaft immer relevanter werdenden Faktor der Nachhaltigkeit, ist Holz aufgrund seiner hohen Flexibilität auch vielseitig einsetzbar.

Der Rohstoff Holz in Verbindung mit den heutigen Technologie-Standards ergibt eine Kombination, die einerseits natürlich und zugleich allen modernen Anforderungen (hohe Stabilität, gute Wärmedämmung, etc.) gewachsen ist. Ist Holz also das Material der Zukunft?

Man kennt das Phänomen aus Kultur, Mode und vor allem aus der Unterhaltungs-industrie – Trends wiederholen sich in der Regel in zyklischen Phasen. In der Architektur dauern solche Zyklen, naturgemäß länger, da ein hoher technologischer und wissenschaftlicher Aufwand mit der Entwicklung neuer Bauarten verbunden ist. So dominierten Stahl und Glas in der Bauindustrie nahezu ein ganzes Jahrhundert, doch nun scheint ein gewaltiger Umbruch stattzufinden: Die Zeichen sprechen deutlich dafür, dass Holz immer mehr der Baustoff des 21. Jahrhunderts werden wird.

Großes Potenzial

Ein solch umfassender Trendwechsel birgt ein derzeit noch gar nicht abzuschätzendes Potenzial an neuartigen Gestaltungsmöglichkeiten – aber auch viele Fragen, die weltweit die Bauindustrie betreffen: Wie soll die zukünftige Art zu Wohnen und zu Arbeiten aussehen? Und überhaupt die Zukunft unserer Städte? Die Gesellschaft stellt solche Fragen in der Regel früher, als sie die Industrie zu beantworten weiß – das zunehmende Bedürfnis nach mehr Lebensqualität, Nachhaltigkeit und naturverbundenes Wohnen ist ein Beweis dafür. Unternehmen und Städteplaner, die frühzeitig solche Bedürfnisse und Trends zu berücksichtigen wissen, gelten als „early adopter“ und können sich dadurch mit Innovation erfolgreich positionieren.

CLT – Die Technologie von Morgen

Die derzeitige Erfolgsstory von Holz wird aber nicht nur durch den allgemeinen Trend Richtung Nachhaltigkeit bestimmt, sondern vor allem durch die Schlüssel-Technologie von Cross Laminated Timber, kurz CLT. CLT-Massivholzplatten sind kreuzweise mit einem formaldehydfreien, umweltfreundlichen Kleber verbundenes Massivholz. Dieses vor über 30 Jahren entwickelte Produkt erlaubt eine hochpräzise und superschnelle Bauweise mit unschlagbaren Vorteilen gegenüber Stahl oder mineralischen Baustoffen. Die Einsatzgebiete reichen dabei von Einfamilienhäuser und mehrgeschossigem Wohnbau bis zu öffentlichen Gebäuden und Gewerbe- und Industrieanlagen.

Vorteile des Massivholzbau 1024 682 martin

Vorteile des Massivholzbau

Die Vielzahl an Möglichkeiten im Wohnungs- und Häuserbau machen eine Entscheidung für die richtige Bauweise nicht so einfach. Die verschiedenen Konstruktionsarten unterscheiden sich in ihren Eigenschaften zum Teil erheblich – daher würde eine Bauchentscheidung da nicht immer ins Schwarze treffen.

Auch wenn persönliche Präferenzen ein Faktor sind, müssen vor jeder großen Investition die Argumente für oder gegen den Einsatz bestimmter Baustoffe auf Basis ihrer Eigenschaften im spezifischen Einsatzgebiet und auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis geprüft werden. Eigenschaften wie Wärme- und Feuchteschutz, Lärmschutz und Auswirkungen auf das Raumklima beispielsweise. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile des Massivholzbaus.

Pro Massivholzbau
  • Lange Lebensdauer
  • Kurze Montagezeit
  • Natürliches Raumklima
  • Hohe Stabilität und
    Tragfähigkeit
  • Geringe Wärmeverluste
  • Ökologische Bauweise:
    CO-2 neutraler Rohstoff
  • Hohe Wertbeständigkeit

Wandaufbau am Beispiel all-in-99

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Contra Massivholzbau

Natürlich hat jede Bauweise auch gewisse Schwachstellen, die jedoch vor allem bei mangelhafter Planung oder falscher Materialverarbeitung als Faktor relevant werden. Ein öfters auftretendes  Defizit könnte ein verbesserungswürdiger Lärmschutz sein. Bei unbehandelten Fassaden kann es in manchen Fällen zu einem Vergrauen der Fassade kommen – das ist jedoch eine Geschmacksfrage und kein Baumangel an sich. Im modernen Massivholzbau werden jedoch alle diese Schwachstellen bei sorgfältiger Planung vollkommen ausgeglichen.

Fazit

Als modernes System erlaubt die Massivholzbauweise die industrielle Herstellung großflächiger Bauelemente. Dadurch ist eine rasche Montagezeit und gute Planbarkeit möglich, was wiederum die Kosten entsprechend reduziert. Zugleich ist Holz ein vielseitig einsetzbarer, umweltfreundlicher Rohstoff, mit dem man ein natürliches und organisches Wohn- und Arbeitsambiente schaffen kann. Gegenüber den Nachteilen, die bei sorgfältiger Planung umgangen werden können, überwiegen ganz klar die Vorteile von Massivholzbauten.

Mitarbeiterporträt: DI Niklas Ruprechter 1024 651 martin

Mitarbeiterporträt: DI Niklas Ruprechter

Seit Jänner 2019 verstärkt DI Niklas Ruprechter das Team von Pointinger Holzbau. Im Interview wollen wir den 32-jährigen gebürtigen Niederösterreicher vorstellen.

Wann haben Sie Ihr Interesse an Architektur entdeckt?

Ich habe in Wiener Neustadt die HTL für Hochbau besucht und war damals schon mehr von der kreativen und schöpferischen Seite des Bauens fasziniert als von der rein technischen. 2007 nach der Matura begann ich an der TU Wien Architektur zu studieren. 2011 absolvierte ich ein Auslandsemester in den Niederlanden. Schon während des Studiums und insbesondere dann nach dem Diplom 2015 habe ich dann in verschiedenen Architekturbüros in Wien und Oberösterreich Berufserfahrung sammeln können.

Was ist für Sie „gute Architektur“? Was muss diese können?

Architektur darf nicht zum Selbstzweck verkommen und muss für die Menschen, die darin arbeiten und leben, zweckmäßig, schön und vor allem ein Wohlfühlfaktor sein. Die Aufgabe des Architekten ist es, möglichst einfach zu einer maximalen Raumqualität zu kommen. Gute Architekturkonzepte unterstreichen die Individualität, sind konsequent in der Umsetzung und vermitteln Authentizität. Gute Architektur muss einfach cool sein.

Pointinger baut`s bekanntermaßen massiv. Worin sehen Sie als Architekt die Stärken von Massivholz?

Diese sind sehr vielfältig. Vor allem das Zusammenspiel all dieser Stärken macht es aus! Das beginnt bei der Natürlichkeit des Baustoffes, der nicht nur ökologisch nachhaltig ist, sondern auch sehr atmosphärisch wirkt. Aus Sicht des Designs ist es die faszinierende Flexibilität von Holz. Und aus fertigungstechnischer Sicht sind es die einfache Bearbeitbarkeit und der hohe Vorfertigungsgrad, der Holz sehr effizient macht.

Gibt es für den Werkstoff Holz Grenzen?

Aus technischer Sicht nicht. Die sind eher in den Köpfen der Gesellschaft zu suchen, was wohl daran liegt, dass in den letzten Jahrzehnten wenig mit Holz gebaut wurde. Beton und Stahl waren im Fokus. Mit dem anhaltenden Trend zum Holzbau wird sich das sicher wieder ändern.

Eröffnet Holz für Architekten neue Spielräume oder schränkt es die Kreativität ein?

Aus technischer Sicht denke ich, dass gute Architektur mit jedem Baustoff realisiert werden kann. Als Architekt begeistern mich aber die Spielräume, die sich im Massivholzbau für zukunftsweisende und nachhaltige Projekte auftun. Hier können wir echt was bewegen.

Auch in der Architektur gibt es Trends – wie zeitgeistig ist Holz?

Holz ist flexibel, ökologisch und wandelbar. Es entspricht damit dem aktuellen Zeitgeist. Der große Hype dahinter begründet sich aber darin, dass Holz zeitlos schön ist.

Wohin wird sich die Architektur in den nächsten 10 Jahren hin entwickeln und welche Rolle wird dabei Holz spielen?

Das zentrale Thema wir die Einfachheit sein – in allen damit verbundenen Dimensionen. Damit einher geht eine neue Form bewussten Bauens und der bewusst-authentische Umgang mit Materialien. Das wiederum erfordert nachhaltige Gesamtkonzeptionen, d.h. der Faktor „Planung“ wird bei einem Projekt immer wichtiger. Ich denke, dass Holz bei bewusstem und intelligentem Einsatz die zukünftige Entwicklung stark beeinflussen wird.

Welche Aufgabenstellungen erwarten Sie in Ihrem neuen Job?

Ich sehe meine zentrale Aufgabe darin, „um die Ecke zu denken“. Das ist etwas, dass mich schon mein Leben lang begleitet. Bernhard Pointinger bietet mir dazu die Möglichkeit. Es gibt nichts schöneres für einen Architekten hier einen entsprechenden Gestaltungsspielraum zu haben. Es geht aber darum, kreative Ideen in leistbare Projekte umzusetzen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Am liebsten verbringe ich die Zeit abseits vom Büro mit meiner Frau und meiner Tochter. Wenn dann noch Zeit bleibt mag ich`s eher sportlich.

Massivholzbau: Die Formel 1 im Fertigbau 1024 640 martin

Massivholzbau: Die Formel 1 im Fertigbau

Bauen mit Massivholz liegt im Trend. Neben den ökologischen Vorteilen, gibt es eine Vielzahl baubiologischer Vorteile. In Massivholzbauweise lässt es sich deutlich rascher, unabhängig von der Jahreszeit und sehr flexibel bauen. Immer öfter entstehen daher auch Wohnanlagen aus Massivholz.

Holz ist der Baustoff, der das beste Wohlfühlklima schafft. Es gilt als „warm“ und „lebendig“. Aus bauphysikalischer Sicht sind für das Wohnklima zwei Faktoren verantwortlich: Wärme und Feuchtigkeit. Holz leitet kaum Wärme, sondern strahlt diese zurück. Ein Gebäude aus Holz muss dank dieser Strahlungswärme nachweislich weniger aufgeheizt werden, um dieselbe „gefühlte Wärme“ wie in einem Gebäude mit Ziegel- oder Betonwänden zu erzielen.

Die Formel 1 im Holzbau

Diese raumklimatischen Finessen beziehen sich auf die Bauweise mit hochwertigen Massivholzplatten. Anders als bei der Holz-Riegel-Bauweise, bei der man Rahmen mit Mineralwolle füllt und mit Grobspan- und Gipsplatten bestückt, sind Massivholzplatten ein gleichwertiges Gegenstück zu Ziegelmauern. Dabei werden über Kreuz geschichtete Hölzer zu kompakten Wand-, Decken- und Dachelementen unterschiedlicher Stärker verklebt. Diese sogenannten Brettsperrholzplatten aus heimischen Fichten- und Tannenholz haben eine weitaus größere Festigkeit und Steifigkeit als vergleichbares Vollholz. Die Pfosten und Bretter können miteinander verleimt oder auch mit Holzdübel miteinander verbunden werden.

Eine beinah saubere Baustelle

Mit der Massivholzbauweise, die ja eine Art Trockenbau ist, lässt es sich schneller, jahreszeitenunabhängig und flexibel bauen. Anders als Lochziegelwände sind die Elemente sofort wind- und luftdicht, nachdem die Stoßfugen ­abgedichtet wurden. Die Bauzeiten sind um zirka die Hälfte kürzer im Vergleich zu herkömm­lichen Bauweisen – und auch Lärm und Dreck halten sind deutlich geringer.

Der Massivholzbau wächst in den Himmel

Langsam, aber sicher ist der Massivholzbau auch bei großflächigen Projekten eine klare Alternative. Mittlerweile werden Gebäude mit bis zu 30 Geschossen in Massivholzbauweise errichtet. Gerade für den mehrgeschossigen Wohn- und Gewerbebau bietet Holz viele Vorteile: die Eigenschaften reichen von „klimafreundlich“ über „gesünder“ bis zu „wirtschaftlicher“.